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Reinhold Wittig: Ein Bierdeckel macht Geschichte - Spielgeschichte (Fr. 20.20 Uhr)In den letzten 30 Jahren hat sich in Deutschland eine einzigartige und für andere Länder vorbildliche Spielkultur entwickelt. Als Kronzeuge dieser Zeit versucht Reinhold Wittig hiervon ein Bild zu entwerfen und dabei manchmal sogar über seinen subjektiven Schatten zu springen.Und Bierdeckel? Der prominenteste, gerade 20 Jahre alt, dokumentiert nach Reinhold Wittig auf schöne Weise das neue Bewußtsein der Spieleautoren und -autorinnen, zielbewußt, unbürokratisch und immer noch etwas spielerisch. Reinhold Wittig,geb. 1937, Künstler und Wissenschaftler, hauptamtliche Lehre Geologie, nebenamtlich Figurentheater. Er ist Leiter der von ihm 1976 gegründeten „Edition Perlhuhn“ und Mitinitiator des Göttinger Kunstmarktes. Seit 1983 organisiert er die "Göttinger Spieleautoren-Treffen“ (die weltersten Spieleautoren-Treffen überhaupt). Reinhold Wittig hat an die 100 Spiele veröffentlicht, von denen viele mit Preisen ausgezeichnet wurden. Er ist Träger der Ehrenmedaille der Stadt Göttingen und erstes Ehrenmitglied der SAZ. |
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Philipp Sprick: Die eierlegende Wollmilchsau - Das "perfekte" Spiel und warum es vielleicht dennoch nicht verlegt wird. (Sa. 09.10 Uhr)Der Vortrag beleuchtet generelle und verlegerische Kriterien, anhand derer die Qualität von Spielen eingeschätzt und hinterfragt werden kann. Zugleich gibt er einen überblick über die Entscheidungsfindungsprozesse, in deren Rahmen die Kriterien angewandt werden. Damit soll dieser überblick helfen, den Blick auf Stärken und Schwächen des eigenen Prototypen sowie auf die Anforderungen des Marktes zu schärfen.Philipp Sprick, geb. 1979, studierte Jura und Geschichte in Bielefeld. Seit 2005 ist er für den Ravensburger Spieleverlag tätig, für den er als Redakteur mit seinen Kollegen die Sparte Familien- und Erwachsenenspiele betreut. |
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Jörg Bewersdorff: Spiele aus mathematischer Sicht (garantiert ohne Formeln) (Sa. 15.15 Uhr)Vom Spieleautor Alex Randolp stammt das Zitat:"Es gibt zwei Elemente, durch die sich Spiele von allen anderen unserer Erfahrungswelten unterscheiden. Das eine Element ist die Ungewissheit, das andere Element die Gerechtigkeit." Ausgehend von diesen beiden Grundeigenschaften von Spielen beleuchtet der Vortrag, wie spielerische und mathematische (und z.T. sogar rechtliche) Aspekte von Spielen zusammenhängen. Im Ergebnis erhält man drei Klassen von Spielen bzw. Spielprinzipien sowie grundlegende Erkenntnisse darüber, ob (und ggf. mit welchen Methoden) es bei einem Spiel möglich ist, die Spielweise bis zur Perfektion zu verbessern, was beispielsweise beim Computerschach bereits gelungen ist. Jörg Bewersdorff ist promovierter Mathematiker, seit über 20 Jahren in der Spielentwicklung tätig und Autor eines Fachbuchs über mathematische Aspekte vom Gesellschaftsspielen. |
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Thomas Fackler: Aufwand ohne Grenzen (So. 09.40 Uhr)Wie weit kann man bei der Umsetzung eines Spieles gehen? Wo liegt die Grenze, ab der der Aufwand um seiner selbst willen betrieben wird?Wenn man bei der Beantwortung dieser Fragen die "Zwänge des Marktes" außer Acht lässt und von der Prämisse ausgeht, dass Spiele Gesamtwerke aus Spielidee, Gestaltung und eingesetztem Material sind, ergeben sich alternative Ansätze für die Umsetzung von Spielen. Dipl.-Designer Thomas Fackler stellte 1991 sein erstes Spiel "Die Abtei der wandernden Bücher" mit einer kompromisslosen Ausstattung vor. Diesem folgten einige Werke ähnlicher Konzeption. Mit "Troia - das Spiel" (2001) entwickelte er erstmals ein Spiel im "normalen" Preisbereich. In den letzten Jahren war er für den Prestel-Verlag als Redakteur und Produktmanager tätig. |
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Andreas Wetter & Hans-Peter Stoll: Das Sechs-Hut-Experiment. (Sa. 14.15 Uhr)In der Beurteilung der eigenen Spielideen sind die Spieleautoren gerne in ihrer Euphorie verhaftet.Dies führt manchmal in Testrunden, bei Verlagskontakten, Spielekritiken und anderen Zusammenhängen, die mit dem Prototyp zu tun haben, zu Missverständnissen und Problemen. Ein Lösungsansatz dafür ist ein Perspektivenwechsel. Der Perspektivenwechsel ist eine Technik bzw. Fähigkeit, bei der man sich in die Rolle und Position eines anderen hineinversetzt und versucht, die Welt aus dessen Sicht zu sehen. In dem ich mein Produkt aus unterschiedlichen Perspektiven betrachte, lerne ich über mein Spiel und kann bewußt meine Entwicklung vorantreiben. Doch Perspektivenwechsel vorzunehmen ist leicht gesagt. Wir wollen uns gemeinsam darin ausprobieren und Erfahrungen machen. Andreas Wetter, geb. 1964, ist Spieleautor, Sozialpädagoge und Lehrer. Autor u.a. von San Francisco, Störtebeker, Die Wilden Fussballkerle. Er war Initiator des Bödefelder Autorenseminars. Hans-Peter Stoll ist Kommunikations- & Verhaltenstrainer. Zu seinen Schwerpunkten gehören Kommunikationstechniken und Persönlichkeitsentwicklung. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Spielen und Spielentwicklung. |
| bis 18.00 Uhr |
Anreise |
| 18.00 - 20.00 Uhr |
Begrüßung/Rezeption (Jeder Teilnehmer erhält eine Tagungsmappe) |
| 18.45 - 19.45 Uhr |
Abendessen |
| 20.00 - 20.20 Uhr |
Begrüßung: Andy Wetter / Begrüßung durch die Veranstalter |
| 20.20 - 20.50 Uhr |
Vortrag: "Ein Bierdeckel macht Geschichte - Spielgeschichte" von Reinhold Wittig |
| 20.50 - 21.10 Uhr |
Rückfragen und Diskussion - Moderation: Andreas Wetter |
| 21.10 - 21.30 Uhr |
Organisatorische Fragen: Christwart Conrad, Henning Poehl |
| 8.45 Uhr |
Beginn, überblick über den Tag: Andreas Wetter |
| 08.55 - 09.25 Uhr |
Vortrag: "Die eierlegende Wollmilchsau" von Philipp Sprick |
| 09.25 - 09.45 Uhr |
Rückfragen und Diskussion - Moderation: Andreas Wetter |
| 09.45 - 11.45 Uhr |
Parallele Workshops: Auswahl siehe hier |
| 11.45 - 12.15 Uhr |
Erkenntnisse ins Plenum tragen, Ideen für Fortsetzungen und Vertiefungen für die spontane Bildung von Arbeitsgruppen am Abend sammeln. Moderation: Andreas Wetter |
| 12.15 - 14.15 Uhr |
Mittagessen, Mittagspause |
| 14.15 - 15.15 Uhr |
Special: "Das Sechs-Hut-Experiment" durchgeführt von Andreas Wetter und Hans-Peter Stoll |
| 15.15 - 15.45 Uhr |
Vortrag: "Spiele aus mathematischer Sicht (garantiert ohne Formeln)" von Jörg Bewersdorf |
| 15.45 - 16.00 Uhr |
Rückfragen und Diskussion - Moderation: Andreas Wetter |
| 16.00 - 18.00 Uhr |
Parallele Workshops: Auswahl siehe hier |
| 18.00 - 18.30 Uhr |
Feedback ins Plenum tragen, Ideen für spontan zu bildende Arbeitsgruppen sammeln. Moderation: Andreas Wetter |
| 18.30 - 20.00 Uhr |
Abendessen, Pause |
| ab 20.00 Uhr |
Arbeitsgruppen gemäß zuvor festgelegter Themen |
| 9.30 Uhr |
Beginn, überblick über den Tag: Andreas Wetter |
| 09.40 - 10.10 Uhr |
Vortrag: "Aufwand ohne Grenzen" von Thomas Fackler |
| 10.10 - 10.30 Uhr |
Rückfragen und Diskussion - Moderation: Andreas Wetter |
| 10.30 - 10.50 Uhr |
Pause |
| 10.50 - 11.30 Uhr |
Feedback aus den Spontan-Workshops des Vorabends. Moderation: Andreas Wetter |
| 11.30 - 12.00 Uhr |
Feedback zur Fachtagung und zukünftige Planung |
| 12.00 Uhr |
Mittagessen, Mittagspause |
| anschließend |
Abreise |